Tischgemeinschaft Reserve Tischgemeinschaft Reserve

Tischgemeinschaft Reserve

2018

Mit dem Fahrrad im Linksrheinischen

TG Reserve erkundet den Braunkohletagebau

 

Bei strahlendem Sonnenschein endete die 16. Fahrradtour der TG Reserve am Tag des Denkmals am Ratinger Tor. Hier verabschiedete Tischbaas Kurt Büscher die 22-Mann starke, beinharte und immer noch fröhliche Truppe nach insgesamt 126 km.

 

Höhepunkt dieser dreitätigen Tour war der Besuch im RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath, Blöcke F und G, nahe Grevenbroich. Mit großer Offenheit wurden uns alle Bereiche eines modernen, auf den jeweiligen Strombedarf zu steuerndem Kraftwerkes mit optimierter Anlagentechnik gezeigt. Der Blick in den Kühlturm, auf die Transportbänder, in das Gipslager als ein Endprodukt der Rauchgasentgiftung, in den gewaltigen Kessel waren allein schon beeindruckend. Eine Fahrt in 166 Meter Höhe auf den oben aufgehängten Kessel in heißer Umgebung ließ dann die Herzen klopfen. Übertroffen wurde dieser Eindruck vom Ausblick in 173 Metern vom höchsten Kesselhaus der Welt auf die umliegende Landschaft.

Die Fahrradtour startete bereits am Freitag in Unterrath. Gestärkt mit dem selbsthergestellten Leberkäs von Friedrich Wendel ging es unter seiner Führung durch den Lantz´schen Park, über die Flughafenbrücke ins Linksrheinische zur Museumsinsel Hombroich, der ehemaligen Raketenstation der NATO, und weiter bis nach Grevenbroich. Ein geführter Rundgang durch die Historie der Stadt, den Finlay-Park am alten Schloss mit seinen Kunstwerken, bis hin zur Villa Erkens brachte die „niederrheinische Seele“ zum Schwingen.

 

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Braunkohle. Nach dem Besuch im Kraftwerk Neurath beschrieb Herr Gregor van Ackeren die erfolgreich abgeschlossenen Renaturierungsmaßnahmen der RWE im Tagebau Garzweiler bei einer Fahrt entlang seiner Felder. Die erfolgreiche Umrundung des gesamten Tagebaus Garzweiler ließ die Gruppe am Aussichtspunkt Hochneukirch dann am nördlichen Rand einen Blick in die Tiefe der Grube werfen. Beschlossen wurde der Tag mit einem festlichen Abendessen als traditioneller Jongesabend.

 

Die Erft bestimmte am dritten Tag mit einigen in der Nähe liegenden Kleinoden, wie Kloster Leuwaden, Schloss Hülchrath, oder der ein oder anderen Mühle bis zu ihrer Mündung in Grimlinghausen die Fahrtrichtung. In vielen Fällen wusste Detlef Hempel aus der Geschichte und aktuellen Nutzung bei einer der kleinen Rast zu erzählen.

Autor: Martin Klein

Gruppenbild mit Tagebau im Hintergrund
Gruppenbild mit Tagebau im Hintergrund
TG Reserve in voller Montur
TG Reserve in voller Montur
Auf geht es
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