Tischgemeinschaft Reserve Tischgemeinschaft Reserve

Tischgemeinschaft Reserve

2015

Vier Pferde für die Reserve

September 2015

Düsseldorfer Jonges gibt es überall, so auch in der „Fachwerkstadt auf Heidesand“: in Celle. Ralf Kneflowski genießt dort, in seiner Heimatstadt, heute seinen Unruhestand. 2010 wollte Kneflowski mit seiner Ulla den Reservisten aus Düsseldorf schon einmal zeigen, wie die Heide blüht. Da musste der Oberst aber dringend nach Afghanistan. 2015 kam nun zuerst die Königin aus London nach Celle; für kaum mehr als drei Stunden. Und dann kam Anfang September eine Abordnung der Jonges-Tischgemeinschaft Reserve mit Damen für drei Tage in die einst herzogliche Metropole in die Heidestadt an der Aller. Eine Heidi war auch dabei. Die „stinkfeine Gesellschaft“ aus der großen Zeit Welfenherzöge kam dazu. Diese „stinkfeinen“ Stadtführer zeigten den Rheinländern, wie es im Mittelalter bei Hofe und rings um das prachtvolle Schloss oberhalb der Aller zuging. Jede Menge Könige und Königinnen entstammen letztlich diesem Celler Welfengeschlecht; z.B. auch  Margarethe II. von Dänemark oder Elisabeth II. aus dem Vereinigten Königreich.

 

Selbst auf der Rückfahrt in die rheinische Landeshauptstadt kamen die Reservisten nicht an den Welfen vorbei: in Hannovers Herrenhausen oder auf der Georgstraße. Das ist vielleicht die „Kö“ der niedersächsischen Landeshauptstadt. Oder die Uni Hannover; die lehrt und forscht heute ganz weltlich im früheren Welfenschloss. Zwischendurch schaukelten zwei Pferdegespanne die Reservistengruppe durch die „Sahara Norddeutschlands“; fast wie auf mittelalterlichen Straßen. Heidetaufe inklusive. Und das evangelisch geführte „Kloster Wienhausen“ noch als Bonus dazu. Zwei Jahre vor dem Reformationsjubiläum zeigt sich Tischbaas Kurt Büscher mächtig beeindruckt von diesem kunst- und kulturhistorischen Kleinod in der ländlichen Einöde. Büscher und seine Reservisten sind froh und glücklich, dass sie in ihrem „Reiseleiter“ Kneflowski einen Kameraden in der Heide haben. Der lebt in der Klostergemeinde Wienhausen unweit von Celle. 

 

Text: Martin Beier