Tischgemeinschaft Reserve Tischgemeinschaft Reserve

Tischgemeinschaft Reserve

2014

Sonntagsfrühstück in der Missionsstation

das Tor 7/2014

Die TG Reserve besuchte ihren Tischfreund Dr. Heiner Koch in seiner Dresdner Bischofsresidenz und wurde über die bescheidene Lage der Kirchen und Vereine in den östlichen Bundesländern informiert.

 

Bischof Dr. Heiner Koch residiert seit anderthalb Jahren in Dresden. Zu den Jonges-Treffen im Henkel-Saal kann er nicht kommen. Die Freunde von der Tischgemeinschaft Reserve sind Ende Mai zu ihm ge- fahren; anlässlich ihrer viertägigen Reise nach Dresden und Meißen und zu einigen Schlössern in der Umgebung.Am Anfang führte Tischbaas Kurt Büscher seine Gruppe zum Orgel-Konzert in die evangelische Frauenkirche. Zum Abschluss am Sonntag ging es zunächst zur heiligen Messe in die Bischofskirche und dann an den reich gedeckten Kaffeetisch in der bescheidenen Bischofsresidenz. Das aus der Düseldorfer Altstadt in den Osten importierte Fässchen hielt sich Jonges-Freund Koch für einen Dienstagabend zurück. Und erzählt von seiner „Mission Ost“.


Es gibt praktisch kein Bürgertum. Es gibt allerdings nach wie vor eine gewisse Distanz zum Westen, zu den Repräsentanten des Westens und zu jeg- lichen Versuchen der Vereinnahmung, berichtet der Bischof von seinen Beobachtungen. Kirchensteuer gibt es faktisch auch nicht: 80 Prozent der Bevölkerung sindangeblich nicht getauft. Der Bischof aus dem Westen ist dabei, christliche Werte in die Diasporader einst staatsatheistischen Gesellschaft zurückzubringen; von der Kinderkrippe bis zur Palliativ-Station. Erste Erfolge ermutigen; eine deutliche Zunahmen der Gemeinde-Mitglieder in den Diözesen Leipzig und in Dresden/Meißen sowie Einladungen an den Bischof: zu zwei Gastreden im Sächsischen Landtag oder zu Gastbeiträgen in Zeitungen. Auf Seite 1 der örtlichen Blätter durfte „unser Heiner“ den Geist der Weihnacht beschreiben. Die Mission Ost geht weiter. In Köln wird es einstweilen kaum einen Kardinal Koch geben.