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TG Reserve besucht den langjährigen Tischkameraden Klaus-Peter Müller in Frankfurt am Main

Erster Ausflug unter Leitung des neuen Tischbaas Kurt Büscher

Nachdem Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG, Ende Oktober des letzten Jahres bereits Besuch einer Jonges-Delegation hatte und vom Baas Detlef Parr mit der Herzog-Wilhelm-von-Berg-Medaille des Heimatvereins „für die jahrzehntelange freundschaftliche Verbundenheit im gemeinsamen Einsatz zum Wohl Düsseldorfs“ geehrt worden war (Das TOR berichtete ausführlich in der Dezemberausgabe 2010), erhielt er nun erneut Besuch aus seiner „Heimatstadt“ Düsseldorf.

18 Jonges der Tischgemeinschaft Reserve unter Führung des neuen Tischbaas Kurt Büscher folgten einer Einladung aus Juni 2010. Klaus-Peter Müller ist nämlich seit 1974 Mitglied der TG Reserve und mit dem Tisch nach wie vor freundschaftlich verbunden, auch wenn ihm seine intensiven beruflichen Tätigkeiten dazu leider nur wenig Raum und Zeit lassen.

Umso herzlicher war der Empfang der Tischdelegation im imposanten Hochhaus der Commerzbank AG. Nach einer interessanten Führung - die im TOR 12/2010 berichteten Details vom Jongesbesuch im Oktober 2010 stimmen tatsächlich alle - hatte Klaus-Peter Müller auf seine private Rechnung  zu einem mehrgängigen guten Dinner mit Ausblick auf Frankfurt bei Nacht eingeladen, und auch die Getränke wurden bei ausgesprochen interessanten und informativen Gesprächen nicht verschmäht.

Kurt Büscher dankte im Namen der TG Reserve mit der Übergabe der roten Tischkrawatte mit dem "R" und dem dazu gehörigen Einsteck-Tuch für die Reverstasche verbunden mit der Abnahme des Versprechens, diese sichtbaren Zeichen der Zugehörigkeit zur "Reserve" künftig regelmäßig bei Reserve-Veranstaltungen zu tragen.

Ferner überreichte er die Publikation „ES GEHT VORAN“, eine Chronik der Düsseldorfer Kunstszene der Jahre 1978 bis 1989, ergänzt um zentrale Ereignisse der lokalen Politik, Gesellschaft und Kultur. Schließlich war Klaus-Peter Müller gerade auch in diesen Jahren, von 1973 bis 1982, u.a. mit der Direktion der Commerzbank-Filiale Düsseldorf betraut.

Der gelungene Empfang des Tischkameraden Klaus-Peter Müller stand zwar im Mittelpunkt der Kurzreise nach Frankfurt am Main, aber es gab natürlich ein Rahmenprogramm, vom neuen Tischbaas hervorragend organisiert -  und das Ganze bei Sonnenschein und herrlichstem Frühlingswetter.

Nach einem reichhaltigen und guten Mittagessen im alt eingesessenen „Klosterhof“ gab es eine Stadtführung. Neben vielen weiteren Eindrücken und Informationen erfuhren wir, dass Frankfurt die „kriminellste“ Stadt Deutschlands sei, geprägt insbesondere durch die sog. white collar – Kriminalität, dass es insges. ca.360 Banken in der Stadt gäbe und dass in einzigartiger Weise das Banken- und das Rotlichtviertel unmittelbar benachbart in derselben Straße angesiedelt seien.

Höhepunkte waren des Weiteren Führungen durch das Goethehaus, die Paulskirche und den Kaisersaal im Rathaus der Stadt.

Hängen geblieben ist insbesondere, dass Goethe wahrlich kein Kind von Traurigkeit war, was der rheinischen Lebensfreude der Jonges durchaus sympathisch gewesen ist.

Interessant war ferner die Betrachtung des durchaus umstrittenen Wandgemäldes "Zug der Volksvertreter" auf dem Weg in die Paulskirche, das,  drei Meter hoch und 32 m lang, die Außenwand des VIP-Raumes in der Wandelhalle der Paulskirche schmückt. Es stammt von Johannes Grützke, gefertigt von 1989 bis 1991 in Berlin im Auftrag der Stadt Frankfurt im Rahmen von Umbau-, Sanierungs- und Verschönerungsmaßnahmen der Paulskirche. U.a. reihte der Künstler in die Gruppe der Volksvertreter, damals gab es nur männliche Abgeordnete,  drei versteckte Frauenköpfe ein, um damit eine persönliche Botschaft in Sachen Gleichberechtigung zu senden. Da wurde manch ein Jong durchaus nachdenklich!

Und selbst im Kaisersaal des historischen Rathauses gab es einen Hinweis auf Düsseldorf: das Portrait des Kaisers „Adolf, 1292 – 1298“ ist unten rechts signiert mit „H. Mücke, Düsseldorf“. Dabei dürfte es sich um den deutschen Maler, Freskenmaler und Graphiker Heinrich Karl Anton Mücke handeln, der 1826 als Mitglied des schlesischen Studentenkreises um Wilhelm von Schadow diesem zur Düsseldorfer Kunstakademie folgte, dort 1844 einen Lehrauftrag bekam und 1848 zum Professor ernannt wurde. Und so wurden die Jonges selbst in Frankfurt an ihre schöne Heimatstadt erinnert.

Höhepunkt des zweiten Tages war eine Entführung in die erstaunliche Welt des Surrealismus, nämlich eine Führung durch die Ausstellung „Surreale Dinge“ mit  Skulpturen und Objekten von Dali bis Man Ray in einem der bekanntesten Museen der Stadt, der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt. Schirn präsentiert die Ausstellung mit rund 180 dreidimensionalen Objekten von 51 Künstlerinnen und Künstlern aus der Epoche 1925 – 1945 aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens. Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. Mai, wer also Interesse hat, muss sich beeilen.

Danach hatten sich die Jonges der TG Reserve eine Stärkung in der hessischen Gaststätte „Zum Gemalten Haus“ redlich verdient. Der sagenumwobene Äppelwoi ist allerdings für altbierverwöhnte Gaumen gewöhnungsbedürftig …

Übernachtet hatten wir übrigens im Lindner Hotel „Residence MAIN PLAZA“  zentrumsnah direkt am Main mit bester Aussicht auf die City: sehr gutes Ambiente, gutes Frühstück und eine empfehlenswerte Hotelbar „Harry’s New York Bar“, in der mehrfach nacheinander der letzte Absacker genommen wurde.Fazit: Ein harmonischer, interessanter und äußerst informativer Kurztrip, der viel Spaß gemacht hat, so wie die Jonges es lieben.

Jürgen Bielor

Delegation der TG Reserve
Delegation der TG Reserve
Jürgen Bielor, Klaus-Peter Müller, Kurt Büscher
Jürgen Bielor, Klaus-Peter Müller, Kurt Büscher
Johannes Grützke „Zug der Volksvertreter“
Johannes Grützke „Zug der Volksvertreter“
Salvador Dali, Hummer- oder aphrodisisches Telefon, 1936
Salvador Dali, Hummer- oder aphrodisisches Telefon, 1936
Stillleben in der Gaststätte
Stillleben in der Gaststätte "Zum gemalten Haus"
Morgendlicher Blick vom Lindner Residence MAIN PLAZA auf die City
Morgendlicher Blick vom Lindner Residence MAIN PLAZA auf die City