Tischgemeinschaft Reserve Tischgemeinschaft Reserve

Tischgemeinschaft Reserve

Rügen

In den weiten Landschaften von Friedrichs Bildern
Die TG Reserve absolvierte ein vielseitiges und dichtes Reiseprogramm in Vorpommern

Zum dritten Mal in Folge hat die Tischgemeinschaft Reserve die neuen Bundesländer besucht. Nach der Oberlausitz und Thüringen in den Vorjahren stand nun Vorpommern auf dem Plan, die Heimat von Reiseorganisator Hans-Heinrich Dördrechter. Und wie zuvor war es keine gemütliche Urlaubsreise, sondern aufgrund der zahlreichen Programmpunkte für die Teilnehmer eine echte Herausforderung.

Auf die Bahnfahrt nach Berlin folgte die Busreise über Oranienburg nach Neustrelitz mit Stadtrundfahrt. Allein hier und in der besonders reizvollen Endmoränenlandschaft der letzten Eiszeit sollte man schon einige Tage verweilen. Doch auf die Reserve wartete schon das nächste Zwischenziel. Das war nach Neubrandenburg und Friedland das Schloss Zinzow, ehemals im Besitz der Grafen von Schwerin, nun liebevoll und vorbildlich wieder grundsaniert von der Familie Vielhaber aus dem Münsterland.

Ein kultureller Höhepunkt war sodann der Besuch der Dorfkirche von Putzar. Neben der kunstvollen Deckenmalerei hat diese Kirche eine Besonderheit zu bieten, die wohl einmalig auf der Welt ist. Es sind die übermannsgroßen vier Mohren, die am Eingang die Empore mit der Orgel tragen. Der Überlieferung nach haben vier Mohren Anfang des 17. Jahrhunderts den Grafen Detlov von Schwerin, der seinerzeit in holländischen Diensten stand, aus einer Todesgefahr in Übersee gerettet. Aus Dankbarkeit hat er sie danach mit in seine Heimat Vorpommern genommen, ihnen wurde ein bleibendes Denkmal in der Putzarer Kirche errichtet.

In Stolpe an der Peene interessierten sich die Reiseteilnehmer vor allem für die Ruine des ehemaligen Benediktinerklosters, von dem die Christianisierung Pommerns ausging. Der Geschäftsführer eines großen landwirtschaftlichen Betriebes klärte die Gäste über die moderne Landwirtschaft auf.

Am nächsten Tag stand nach der Stadtführung durch Stralsund – immerhin Weltkulturerbe – die Besichtigung von Deutschlands größter Insel Rügen auf dem Programm.

Nach einem schönen Orgelkonzert in der Marienkirche aus dem Jahre 1193 in Bergen besuchte die Reisegruppe die „weiße Perle auf der grünen Insel“, die klassizistische Residenzstadt der Fürsten zu Puttbus, mit dem „Circus“, dem wohl ältesten und schönsten Kreisverkehr auf der Welt.

Durch die „grünen Tunnel“, die vielen Alleen dort, ging es weiter am sehenswerten Jagdschloss Granitz vorbei zum Ostseebad Binz, wo der Reserve eine zweistündige Ruhepause gegönnt war. Nach dem Pflichtbesuch am Kreidefelsen Königsstuhl und dem Abendessen am Jasmunder Bodden waren die Jonges sodann beeindruckte Zuschauer der Störtebeker Festspiele in Ralswiek.

Am nächsten Tag stand nach der Stadtführung in der alten Universitätsstadt Greifswald der Besuch der Insel Usedom mit dem Historisch-Technischen Informationszentrum in Peenemünde, dem Geburtsort der Raketen und der Raumfahrttechnik, sowie ein „Kurzzeit-Badeurlaub“ im Ostseebad Ahlbeck auf dem Programm. Sodann ging es mit der Fähre zur Nachbarinsel Wollin und von dort ostwärts der Oder nach Süden zu der alten pommerschen Hauptstadt Stettin. Hier erwartete die Gruppe am letzten Tag der Reise eine Stadtrundfahrt mit Rundgang zum Residenzschloss der Pommerschen Herzöge. Anschließend besuchte die Reserve das dortige Multinationale Korps vor der Weiterfahrt nach Berlin.

Dort erwartete die Reiseteilnehmer als Überraschung noch eine Stadtrundfahrt unter Führung von Dördrechters Sohn Carsten, der in Berlin wohnt.

Die Reserve hat das Weite gesucht und hat die Weite gefunden in der wunderschönen Caspar-David-Friedrich-Landschaft in Vorpommern. Die Reisenden wollen wieder hinfahren und empfehlen einen Besuch dort auch allen anderen.

Hans-Heinrich Dördrechter