Tischgemeinschaft Reserve Tischgemeinschaft Reserve

Tischgemeinschaft Reserve

Altstadttour

Auch Kenner lernen immer noch Neues dazu
Die TG Reserve auf den Spuren der Stadtgeschichte in Straßen und Plätzen der Altstadt

Befragt man Besucher und Einheimische zum Thema Düsseldorfer Altstadt, so verbinden die meisten hiermit zuallererst den Begriff „Längste Theke der Welt“. Sicherlich, e lecker Dröpke Alt und ne Killepitsch sind schon wat Schönes – aber damit wird die Altstadt noch lange nicht erklärt. Um ein wenig mehr über Altstadtstraßen und Plätze zu erfahren, begaben sich die Jonges der Tischgemeinschaft Reserve unter sachkundiger Führung von Klaus Siepmann auf Spurensuche. Nachfolgend einige Eindrücke.

Prächtige Häuser, anheimelnde Höfe

Ausgehend vom Treffpunkt Stadtmuseum an der Berger Allee ging es zunächst über die Citadellstraße, vorbei an einer Vielzahl historischer denkmalgeschützter Bürgerhäuser. Am Haus Nr. 2 b (Städtische Maxschule) entdeckten wir ein Schild mit folgender Inschrift: „An dieser Stelle besuchte Heinrich Heine als Schüler Harry Heine vor 1807 unsere Schule“.

In unmittelbarer Nachbarschaft steht an der Schulstraße die Maxkirche mit dem ehemaligen Franziskanerkloster St. Antonius. Das umgebaute Maxhaus – Katholisches Stadthaus in Düsseldorf – ist ganzjähriges Veranstaltungszentrum für Musik, Vorträge und Ausstellungen.

Wunderschön auch das Palais Vittinghoff (genannt Schell) an der Orangeriestraße, heute Ort von verschiedenen Galerien und Beratungsunternehmen.

Der weitere Rundgang führte die Gruppe zur Bilker Straße 15, dem ehemaligen Wohnhaus von Robert Schumann. Hierbei bestätigte der Blick in den Innenhof die schon damals ebenso wie auch heute anheimelnde Wohnkultur. Auf der anderen Straßenseite, Hausnummern 12–14, liegt das Heinrich-Heine-Institut, welches mit seinen interessanten Ausstellungen und Lesungen bestimmt immer einen gesonderten Besuch wert ist.

Der weitere Weg ging über den Marktplatz mit Jan-Wellem-Denkmal vorbei an blumengeschmückter Rathausfassade zum Stadterhebungsmonument von Bert Gerresheim, der Jonges-Stiftung zum Stadtjubiläum von 1988. Hier an der Josef-Wimmer-Gasse fließt der nördliche Arm der Düssel unterirdisch auf seinen letzten Metern in den Rhein.

Im Anschluss an die spannende Führung wurden dann die zahlreichen Eindrücke im Goldenen Ring bei anregenden Gesprächen ausgetauscht. Hierbei fielen immer wieder Sätze wie: Das kannte ich noch nicht, schön was die Altstadt außer Kneipen noch alles zu bieten hat. Auch die der Heimat ohnehin verbundenen Jonges lernen unter fachkundiger Anleitung noch dazu.

Helmut Marrenbach