Tischgemeinschaft Reserve Tischgemeinschaft Reserve

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Radtour

Per Rad zu den Weingütern und Ritterburgen des Rheingaus

14 Jonges der TG RESERVE machten sich in der Zeit vom 10.-12. September 2010 auf zum schönsten Rheinabschnitt, dem als UNESCO-Welterbe ausgezeichneten Kulturabschnitt zwischen St. Goarshausen, Bingen und Mainz.

Per Rad traf man sich mittags am Düsseldorfer Hauptbahnhof, um in ca. 2 Std. mit dem IC am Zielort Mainz zu sein. Nach einer kleinen Radtour durch das sehenswerte Mainz ging es auf die andere Rheinseite nach Wiesbaden-Biebrich. In Höhe des Biebricher Schlosses empfing uns das Weingut Bickelmaier zu einer ersten geselligen Weinprobe.

Am späten Nachmittag erreichten wir nach einer landschaftlich reizvollen Tour entlang des Rheins, am Weinstädtchen Eltville mit der Burg Crass, Hattenheim  und Kloster Eberbach vorbei, unsere angenehme Herberge „Hotel Schwan“ in Oestrich-Winkel. Intensiv genutzte Weinhänge bestimmten hier das Bild.

Am nächsten Morgen begleitete uns wieder die Sonne zu unserem nächsten Ziel, dem Weinort Kaub im Welterbe oberes Mittelrheintal. Die erste Variante führte uns rechtsrheinisch durch so abwechslungsreiche Orte wie Geisenheim und  Rüdesheim mit dem Niederwalddenkmal. Nach einem Wechsel per Fähre auf die linksrheinische Seite, ging die Route durch Bingen, am Mäuseturm und dem Binger Loch vorbei. Ab hier zeigte die Landschaft ein völlig verändertes Bild: Hatte sich bisher der Rhein im Rheingau seenartig verbreitet, so wurde er hier schmal und die Weinberge stiegen steil bis zu 300 Meter hoch auf. Weinbergterrassen erhoben sich über Weinbergterrassen und fast kein Ort war ohne Burg oder Ruine. Felsenriffe und zahlreiche Inseln lagen im Flussbett.

In Höhe Kaub wechselten wir wieder die Rheinseite. Hier lag auf einem Riff die Burg Pfalzgrafenstein, die ca. 1340 von den Pfalzgrafen und der Kauber Bürgerschaft die Aufgabe der Zolleinhebung hatte.

In Kaub, das im Schutze der Burg Gutenfels liegt, empfing uns der ortsansässige Winzer Kunz des Weinguts „Am Löwenkopf“ zu einer ausgezeichneten Weinprobe. Hier ließen wir uns mit einem leichten mehrgängigen Menü und korrespondierenden Weinen wie Riesling und Spätburgunder verwöhnen. Am späten Nachmittag brachte uns ein Rheingastfahrschiff stromaufwärts nach Oestrich-Winkel zurück. So konnten wir bei bester Wetterlage beidseitig des Rheins die grandiose Landschaft des Mittelrheins und des Rheingaus, gespickt mit Weinbergen, Burgen und netten Weinorten erleben. Nach Rückkehr ins heimische Hotel, waren der Sektempfang und das 4-Gang Schlemmer-Menü der Höhepunkt des Abends. Hier ließen sich die Jonges auf kulinarische Art und Weise bestens verwöhnen.
Am Sonntag, nach einem ausgiebigen späten Frühstück, nahmen wir die Einladung des ortsansässigen Winzers Spreitzer in Oestrich an und probierten hier zum Abschluss der Tour dessen renommierte Rieslinge.

Anschließend radelten wir die ca. 25 Kilometer– jetzt durch die Auen der linksrheinischen Seite - zum Hauptbahnhof Mainz zurück.

Fazit: Die in beiden  Richtungen, sowohl rechts-als auch linksrheinisch geführten und befahrenen Radwege waren meist gut ausgebaut. Der linksrheinische ist vielleicht die bessere Variante und landschaftlich die reizvollere. Des Weiteren ist der Blick von hier aus auf das gegenüber liegende Rheinufer mit seinen intensiven Weinanbaugebieten eindrucksvoller. Daher empfehle ich, linksrheinisch fahren und rechtsrheinisch in schönen Weinorten einkehren. Insbesondere Fähren und Rheinbrücken machen den Wechsel an das andere Rheinufer einfach.

Kurt Büscher

Fröhliche Jongens
Fröhliche Jongens
Kaub
Kaub
Panorama an der Weinstraße
Panorama an der Weinstraße
Gemütliches Dinner im Hotel
Gemütliches Dinner im Hotel
Weinkeller des Weinguts Spreitzer
Weinkeller des Weinguts Spreitzer